Stupferich




Informationsschild am Rathaus


Stupferich um 1914, Ausschnitt aus  Blatt Königsbach       Ergänzungen (blau) von Hartleb

Der Höhenstadtteil (das Bergdorf) Stupferich ist ebenfalls viel älter als die Kernstadt Karlsruhe. Offensichtlich existierte in dem damaligen Bauerndorf um 1100 ein Stutenpferch. Erst im Besitz des Klosters Hirsau, dann des Klosters Herrenalb, wird der Ort im 16. Jh. von Markgraf Phillipp I gekauft und kommt später an die Markgrafschaft Baden-Baden. Stupferich
auf der Pfinz-Alb-Platte bleibt bis ins 20. Jh. ein Bauerndorf: der obige Plan zeigt z. B. im  Bereich der von Kleinsteinbach kommenden Straße Gebäude mit dahinter quer gestellten Scheunen (Bauernhöfe) und in der senkrecht dazu nach Süden verlaufenden (heutigen Orts-)Straße kleinere Hakenhöfe. Auch dieses Dorf wandelte sich im Zuge der Industrialisierung und der Entwicklung der Stadt Karlsruhe vom landwirtschaftlich geprägten Ort allmählich in Richtung Arbeiterwohngemeinde. Seit Eingemeindung und zahlreichen Neubaugebieten des 20. Jhs um den  Ortskern ist Stupferich heute ein beliebter Wohnvorort im  "Speckgürtel" von Karlsruhe.




(Quelle: Topographische Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914. Ausschnitt, verändert)


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Alle Bilder ohne Datum sind vom November 2010
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Kleinsteinbacher Straße und Einmündung Werrenstraße
Ortszentrum mit Rathaus (links), Gemeindezentrum (Mitte) und Apotheke


Das Rathaus an der Kleinsteinbacher Straße
Seit dem Bau einer neuen Schule wurde das alte Schulgebäude zum Rathaus umgewidmet.

   
    Skulptur einer Marktfrau vor dem Rathaus                    Gedenkstein 900 Jahren Grötzingen              
Die Frau, die landwirtschaftliche Produkte im Korb auf den Markt bringt, steht symbolisch für die frühere agrarisch geprägte Wirtschaftsform des Dorfs. Unterhalb der Marktfrau und auf dem Gedenkstein das Wappen von Stupferich: ein goldener (s.o. Informationssschild) Fuß eines Schwimmvogels unter zwei goldenen Sternen auf blauem Grund. Der Pferdekopf auf dem Gedenkstein war das Wappen des Stupfericher Ortsadels.


Das Gemeindezentrum in der Ortsmitte

   
Kleinsteinbacher Straße                                          Ortsstraße                  
Es gibt nur wenige Geschäfte im Ort, die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ist erschwert.

Der  dörfliche Charakter Stupferichs hat sich im Ortsbild erhalten:



Palmbacher Straße 4
 Fachwerkhaus mit Wetterdächern an der Giebelseite. Im Hintergrund der Turm der katholischen Kirche St. Cyriakus

   
Die bäuerliche Tradition wird in Stupferich stellenweise noch bewahrt - mit dem Pferdegespann sogar in nostalgischer Form.


Es gibt
in Stupferich immer noch Pferde, die v. a. dem Freizeitsport dienen . . .


. . . aber auch die moderne Agrartechnik hat hier Einzug gehalten.

Im alten Ortsbereich um Gasthaus Goldenes Lamm, Rathaus und St. Cyriakus-Kirche kann man noch viele landwirtschaftlich geprägte Gebäude unterschiedlicher Größe und Nutzung erkennen

   
Vierseithöfe im Bereich der Kleinsteinbacher Straße


Hakenhof an der Karlsbader Straße


Quergeteiltes Einhaus an Ecke Werren-/Neubergstraße
Auf kleiner Grundfläche wurde dieses ehemalige landwirtschaftliche Gebäude erbaut: Der Wohnbereich (rechts), der kleine aufgestockte Stall (Mitte/Erdgeschoss) und ganz links die kleine Scheune, sind unter einem Dach vereint.

 
Quergeteiltes Einhaus an Ecke Thomashof Straße und Kleinsteinbacher Straße
Das große Scheunentor zeigt die ehemalige landwirtschaftliche Funktion des Gebäudes. Hier war der Stall wahrscheinlich unter dem Wohnbereich, es dürfte sich um ein gestelztes quergeteiltes Einhaus handeln.


Ehemaliger Hakenhof in der Karlsbader Straße
Die hinten quer stehende Scheune wurde durch ein modernes Wohngebäude ersetzt.


Heimatmuseum an der Ecke Karlsbader Straße/Ortsstraße
Das Fachwerkhaus vom Anfang des 17. Jhs ist eines der ältesten Gebäude des Orts. Auffällig ist das unterschiedliche Aussehen der beiden Hälften des Hauses.

   
Ortstraße 16a
Eine Besonderheit ist dieses winzige Haus, das Nebengebäude ist möglicherweise eine ehemalige Altenteilwohnung.


St. Cyriakus in der Ortsstraße
Die katholische Kirche wurde in  der Mitte des 18. Jhs erbaut.


St. Cyriakus von Westen
Das Querschiff und der Chor wurden 1953 hinzugefügt.


Gasthaus zum Goldenen Lamm am Anfang der Karlsbader Straße
Das Lamm ist ein altes Dorfgasthaus im Ortszentrum.


Karlsbader Straße, Blick nach Westen
Folgt man der Straße vom Zentrum nach Westen, werden die Häuser zunehmend jünger; der alte Ortskern ist von  Neubaugebieten umgeben.

   
Rebgärtenstraße                                                                             Burgunderstraße
Die Neubaugebiete sind meist durch die üblichen Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt.


Evangelische Kirche
Die Kirche von 1983 steht in der Rebgärtenstraße im Neubaugebiet.


Die Bergleshalle am Rand des Stupfericher Walds ist eine Gemeinschaftshalle von mehreren Vereinen.


Blick von der Bergleshalle nach Nordnordwesten zu Neubauten an der Peripherie


Blick von der Bergleshalle nach Norden
Der ältere Teil Stupferichs liegt in einem von Südwesten nach Nordosten verlaufenden flachen Tal. In der Tieflage war früher die Wasserver-sorgung einfacher.


Der Blick nach Westen über die Neuwiesen zeigt die Lage des Orts im Bereich des westlichen Pfinzgaus
, der naturräumlich zum Pfinzhügelland und damit zum fruchtbaren Kraichgau gehört.


Kesselhaus der ehemaligen Möbel-/Küchenfabrik Becker
Der Schornstein im
Gewerbegebiet am Nordwestrand von Stupferich ist eine Art Wahrzeichen von Stupferich.




Die Produktion des 1897 gegründeten Betriebs ist eingestellt, die Betriebsgebäude sind teilweise vermietet bzw. zu vermieten. Eine Bebauung mit Reihenhäusern und/oder eine Nutzung als Gewerbegebiet Bergpark sind 2010 Vorstellungen für die Zukunft.



Windelbachstraße


Ein neues Gewerbegebiet entsteht in der Windelbachstraße.


Ein weiteres Gewerbegebiet besteht an der Kleinsteinbacher Straße.


Die Firma "vogelsitze" ist ein weltweit tätiger Hersteller von Fahrzeugsitzen und soll nach Insolvenz vom Autozulieferer Magna weitergeführt werden.


Die Firma Schneider produziert in Stupferich Treppen und Hallendächer, im Hintergrund die Softwarefirma "abas Projektierung".


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