Durlach-Aue

Bereich von Aue auf dem Ausschnitt einer  Karte von 1914
(Quelle: Topographische Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914)
Vor ca. 100 Jahren bestand der Ort weitgehend aus der ungefähr Nord/Süd verlaufenden Westmarkstraße und der von West nach Ost querenden Ostmarkstraße. Die Höhenangaben und die Bezeichnungen Auerbächle und Alter Graben zeigen, dass Aue auf einer leichten Erhöhung am Rande eines östlich davon verlaufenden Arms der Kinzig-Murg-Rinne liegt.
Der sehr alte Ort ist bereits 1110 erwähnt und war viele Jahrhunderte lang mit Durlach verbunden. Erst Mitte des 19. Jhs wurde eine eigene Gemarkung von Aue festgelegt und eine selbständige Dorfverwaltung eingesetzt. Der wirtschaftliche Zusammenhang mit Durlach blieb aber bestehen, was letztendlich 1921 zur Eingemeindung von Aue nach Durlach führte. Zusammen mit Durlach wurde der Ort 1938 nach Karlsruhe eingemeindet.
Wie in den umliegenden Bauerndörfern hat sich auch hier die Wirtschaftsstruktur verändert. Die früher dominierenden Wirtschaftszweige Landwirtschaft und Handwerk verloren mit der Industrialisierung und der damit verbundenen Industrieentwicklung in Durlach ihre Bedeutung. Durlach-Aue wurde ein Arbeiterwohnort. Nach dem Krieg kam es zu einer starken Siedlungserweiterung, so dass der alte Ortskern jetzt fast allseitig von Neubaugebieten umfasst wird. Das Bauerndorf wurde ein Vorort von Karlsruhe. Die Landwirtschaft lebt aber in einigen großen Betrieben, die Karlsruhe und das Umland mit Gemüse versorgen, weiter. Die früher getrennten Ortsteile Durlach und Aue sind heute zu einem Stadtteil  zusammengewachsen.


Die Grenzstraße im Norden von Aue ist noch ein Hinweis auf die frühere Trennung von Aue und Durlach.


Westmarkstraße
Im Norden von Aue macht dieses kleine funktionale Zentrum (Bank, Restaurant, Geschäfte) in der
Westmarkstraße  einen urbanen Eindruck.

   
Westmarkstraße
Geht man die Straße weiter nach Süden, werden die Häuser kleiner, große Hofeinfahrten und gartenartige Freiflächen zwischen den Häusern fallen auf, der städtische Eindruck schwindet.


Westmarkstraße 49
Schuppen und Scheunen erinnern im alten Dorfkern immer wieder an die ehemalige bäuerliche Nutzung.


Westmarkstraße 104-106
Hinter dem sanierten/umgebauten Vorderhaus erkennt man noch die alte Scheune.


Westmarkstraße 109
Ein kleines quergeteiltes Einhaus: Wohnteil links im Obergeschoss mit (ehemaliger) Scheune
und kleinem Stall unter einem gemeinsamen Dach.


Westmarkstraße 112/114
Die steinernen halbrunden Radabweiser am Fuß der Toreinfassung deuten darauf hin, dass hier früher Fuhrwerke durchgefahren sind.


Scheune in der Memelerstraße 26


Ein kleiner Hakenhof in der Ostmarkstraße

   
Rückwärtiger Bereich einiger westlicher Gebäude der Westmarkstraße
Westlich der Westmarkstraße zieht sich noch eine Reihe von Scheunen mit anschließenden Gärten durch den Ort. Manche ehemalige Scheunen wurden bereits durch Neubauten ersetzt.


Westmarkstraße
Das Zunftzeichen eines Schmieds deutet auf einen ehemals auf bäuerliche Bedürfnisse ausgerichteten Handwerksbetrieb hin.


Ostmarkstraße, Blick nach Westen
Das Handwerk
existiert auch heute noch in Aue.


Evangelischer Kindergarten in der Memelerstraße


Elmendingerstraße
Im Westen des alten Dorfes liegt das neue Wohngebiet Lohn-Lissen.


Haltestelle Ostmarkstraße
Die Straßenbahn verbindet Aue mit Durlach und der Kernstadt.


Gemüseanbau am südwestlichen Ortsrand von Aue
Die Flächen im Südwesten des Orts dienen vorwiegend dem Gemüseanbau.


Freilandgemüseanbau - Kohl


Petersilienfeld

   
Große Treibhausanlagen ermöglichen frühe Vermarktung.


Hofladen Kraut + Rüben
Hier findet der Verkauf im eigenen Hof statt . . .


. . . aber auch ein Verkaufsstand im Ackergelände findet Kunden.

Alle Bilder ohne Datum sind vom November 2010. Weitere Bilder von Neubaugebieten müssen noch eingefügt werden.

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