Bereich zwischen den Rheinbrücken und dem Ölhafen

Alle Bilder vom März 2011






Einfahrt eines Tankschiffs vom Rhein in den Ölhafen


Blick über den Ölhafen von Westen
Im Vordergrund liegen mehrere Tankschiffe nebeneinander, im Hintergrund sieht man Anlagen der Raffinerie.


Liegeplätze im Ölhafen


Auch die Kanadagänse scheinen sich Anfang März beim Ölhafen noch wohl zu fühlen.

Die im Ölhafen verladenen Produkte stammen von der MiRO.

   
MiRO = Mineralölraffinerie Oberrhein
Die Raffinerie liegt in direkter Nachbarschaft zum Ölhafen ebenfalls im Tiefgestade. Das linke Bild zeigt den Auwald und den Rheindamm, der das Industriegebiet vor dem Rheinhochwasser schützt.


Blick vom Rheindamm auf das Raffineriegelände
Die MiRo entstand aus der Fusion der Raffinerien von Esso und OMW (Oberrheinische Mineralölwerke, vorher Dea Scholven) aus den frühen 1960-er Jahren. Die Raffinerie bezieht das Rohöl über Pipelines aus Marseille (SPSE) und Triest (TAL) und ist heute die größte Raffinerie Deutschlands.
Eine Besonderheit ist 2011 die Nutzung von Prozesswärme der Raffinerie im Karlsruher Fernwärmenetz. Niedertemperatur-Abwärme der Raffinerie wird zum Heizkraftwerk West geleitet und dort in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist.


Tanklager
Das Bild zeigt links den Auwald, dann den Hochwasserdamm, die Dea-Scholven-Straße und schließlich große Tanks, die das Ausgleichen von Nachfrageschwankungen ermöglichen.

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Der Pionierhafen
Zwischen dem Ölhafen und dem Rheinhafen Karlsruhe existiert noch ein kleines Hafenbecken - der Pionierhafen. Mit den beiden seitlichen Rampen für Amphibienfahrzeuge war er ursprüngilch für militärische Zwecke erbaut worden. Heute dienen die Rampen vornehmlich als Slipway für Sportbootfahrer.

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Stora Enso
In direkter Nachbarschaft zum Pionierhafen befinden sich - ebenfalls hinter dem Rheindamm - die Anlagen von Stora Enso.


Stora Enso Publication Paper, Werk Maxau - Blick vom Rhein
Der Blick vom Rhein verdeutlicht die Größe der Fabrikationsanlagen. Als "Nachfolger" der Papierfabrik Holtzmann stellt die weltweit tätige Stora Enso Gruppe in Maxau Magazinpapier hauptsächlich aus Altpapier  her. Das Werk verfügt im alten Hafen Maxau (siehe unten)  über eine eigene Schiffsanlegestelle.

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Hafen Maxau
Als der allererste Hafen für Karlsruhe in Schröck/Leopoldshafen zu klein wurde, entstand der Hafen Maxau. Auf dem Bild  erkennt man zunächst v. a. Bootshallen und im Hintergrund die Fabrikationsanlagen von Stora Enso.


Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus einer Informationstafel beim Hofgut Maxau
Die Karte (Norden hier links) zeigt Rheinhafen und Umgebung im Jahr 1869
Es wird ersichtlich, dass Straße und Bahnlinie von einem Altrheinarm (Katersgrund) das nördliche Stück abtrennten und so günstige Vorausetzungen für eine Hafenanlage gegeben waren. Die Straße überquerte den Fluss auf einer 1840 eröffneten Schiffsbrücke. Der Hafen blieb unbedeutend bis zur Inbetriebnahme einer Bahnlinie von Karlsruhe nach Maxau (Maxaubahn) im Jahr 1862. Mit der Verlängerung dieser Bahnlinie über den Rhein in die Pfalz wurde eine neue Straßen-/Eisenbahnbrücke ab 1865 benutzt. Alte und neue Brücke waren Schiffsbrücken, die zur Durchfahrt der Flußschiffe geöffnet werden konnten. Der Bau der gemeinsamen Straßen- und  Eisenbahnschiffsbrücke war eine technische Meisterleistung, die Schiffsbrücke  erwies sich aber mit zunehmendem Verkehr immer mehr als störendes Hindernis. Sie wurde schließlich 1938 durch eine feste Brücke ersetzt.
Der Hafen Maxau wurde nach der Fertigstellung der Maxaubahn ausgebaut und diente bis 1901 als Karlsruher Rheinhafen. Der Platzmangel im Hafen führte aber schließlich zum Bau des neuen Rheinhafens. Der Hafen Maxau wurde aber nicht geschlossen, sondern konnte eingeschränkt weiter benutzt werden  - z. b. von der benachbarten Zellstofffabrik. Heute nutzt der Motorboot Club (MBC) Karlsruhe einen großen Teil des Bereichs (Yachthafen), die Anlegestelle für die Nachfolgebetriebe der Zellstofffabrik (heute Stora Enso) wird ebenfalls noch benutzt.



Blick nach Nordosten über den Hafen
Das blauweißgestrichene Schiffsrestaurant ist das Clubschiff des MBC - ein ehemaliger Schleppkahn. Die große Halle im Hintergrund überdeckt die Anlegestelle der Stora Enso.


Blick über den Hafen nach Nordwesten
im Mittelgrund Liegeplätze des MBC und im Hintergrund Gebäude des Außenbezirks Karlsruhe des Wasser- und Schifffahrtsamts Mannheim. Die Baumgruppe rechts steht auf einer Insel im Hafen.


Bootshallen des MBC
Die wegen des jahreszeitlich unterschiedlichen Wasserstands schwimmenden Bootshäuser sind über Steiger zugänglich.

Routenvorschlag
Zum Ölhafen: Anfahrt über Südtangente, Ausfahrt 10 Abbiegen in Raffineriestraße, dann am Kreisel in DEA-Scholven-Straße. Von dort Abzweig nach links (Schild Rheinperle) und zum Parkplatz. Alternativ Anfahrt mit Straßenbahn S5 bis Haltestelle Maxau oder mit Fahrrad von Knielingen über den Radweg Knielingen-Rhein. Vom Pionierhafen entlang des Rheins über den Leinpfad nach Norden bis zur Einfahrt des Ölhafens und auf dem Hochwasserdamm entlang von Tanks und Raffinerieanlagen zurück.
Zum Yachthafen: Anfahrt über Südtangente, Ausfahrt 11, dann links ab und vor bis zum Parkplatz (Womostellplatz) am Rhein.  Alternativ Anfahrt mit Straßenbahn S5 bis Haltestelle Maxau oder mit Fahrrad von Knielingen über den Radweg Knielingen-Rhein.
Den Besuch des Yachthafens kann man auch mit einem Abstecher zum Hofgut Maxau verbinden.

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